Esencja / Essenz

 

MIRA KUS_WINNE GRONA_2013_0114
Mira Kuś

ESSENZ

 
Die Pfingstrosen sind verblüht, die Feige süßt sich ein

in irrealer Welt. Noch duftet die Levkoje,

noch trägt das Echo ein schon verstummtes

Lachen von des Ackers Grenze. Langsam

verliert sich das Leben.

Herbstnebel besingt die Hoffnungen.

Nicht mehr weit die Tage der Nässe und des Regengraus,

obwohl im Traum das Leben

noch jemandes Augen Farben annimmt,

im Herzen die Amsel den Zweiviertelakt zwitschert

und es im Kopf von Staren schwärmt.

 

Träume, Träume

Grüne, blaue, braune.

Träume vom Leben, wie dem auch war…

 

Auch der Traum sondert sich

langsam vom leben. Zum Traum ohne Bilder.

Rein. Vom Leben sondert sich seine Essens.

Vom Leben sondert sich langsam der Stein.

                                        przeł. Ursula Kiermeier

 

 źródło: “Sinn und Form”/1994/6.Heft, Gedichte von Mira Kuś

ESENCJA po polsku.

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